Danke sagen

Es gibt eine ganze Reihe von psychologischen Untersuchungen, die auf die positive Kraft der Dankbarkeit verweisen. Menschen, die sich für eine Zeit in Dankbarkeit üben, sind anschließend glücklicher, gesünder und entschlossener. Sie schlafen besser, sind großzügiger, kreativer und hilfsbereiter.

Wobei all das nicht der Grund ist, warum wir Gott danken sollten. Den eigentlichen Grund dafür bringt der Apostel Paulus so auf den Punkt: „Ist nicht alles, was du hast, ein Geschenk Gottes?“ (1. Kor 4,7) Und tatsächlich: Was genau haben wir uns denn im letzten selbst verdient? Egal, was wir anschauen: den Sonnenschein, unsere Gesundheit, unsere Willenskraft, gute Freunde, Kinder, Leben in Frieden und mit guter ärztlicher Versorgung, größere und kleinere Glücksmomente … Nichts davon haben wir letzten Endes „gemacht“, nichts davon haben wir uns wirklich verdient. Wir leben von Gottes Güte und Großzügigkeit – zu jeder Zeit, an jedem Ort. Dankbar zu leben und Gott regelmäßig „danke“ zu sagen ist also einfach nur die angemessene Reaktion auf unser Leben.


Interessanterweise ist Dankbarkeit keineswegs abhängig davon, dass es uns besonders gut geht. Fast wirkt es sogar, als wäre es anders herum: Untersuchungen aus der Glücksforschung zeigen, dass besonders solche Kulturen und Menschen dankbar sind, die nur über wenig Geld und Besitz verfügen. Und so schreibt Paulus: „Lasst euch durch nichts vom Gebet abbringen! Dankt Gott in jeder Lage! Das ist es, was er von euch will und was er euch durch Jesus Christus möglich gemacht hat.“ (1. Thess 5,17f.)

Es gilt die Regel: Je mehr wir danken, desto mehr Gründe für Dankbarkeit finden wir. Warum also nicht einfach mal Zettel und Stift nehmen und dreißig Dinge aufschreiben, für die wir dankbar sind (und nicht eher aufhören, als bis dreißig Dinge auf dem Papier stehen)?